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Die SGS Essen steigt aller Voraussicht nach ab und Mainz 05 womöglich auf: Was unsere Vereine da gerade erleben, erzählt viel über die Entwicklung im Fußball der Frauen. Zumal mit dem VfB Stuttgart schon eine Aufsteigerin in die 1. Liga feststeht – ebenfalls das Team eines Lizenzvereins der Männer. Während Sand nach aktuellem Tabellenstand Dritte wäre.

Wie ernsthaft die „Männerclubs“ ihre Frauenteams betreiben, variiert dabei stark. Und auch medial ist Luft nach oben. Wie wird sich das weiterentwickeln, was droht Essen, was blüht den Aufsteigerinnen – und wer denkt die ersten beiden Ligen endlich zusammen? Wir reden drüber.

Außerdem schauen wir nach Schalker Aufstiegsfreuden und verleihen den Kronenkranich an Marie-Louise Eta, die den ersten Punktdreier einfängt und so ein wichtiges Vorbild ist.

Wenn euch das möglich ist, freuen wir uns, wenn ihr unseren Podcast und die Bolztribüne einmalig oder regelmäßig per Dauerauftrag unterstützt. So können wir hoffentlich immer mehr Zeit in unsere Herzensprojekte stecken. Die Unterstützung ist jetzt einfacher als früher, denn wir sind nun eine Marke und eine GbR und haben ein Geschäftskonto:
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Becker & Pfeiffer

Bluesky

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Herzlich willkommen zu Becker und Pfeiffer Folge Einhundert und Null-Vier.
0:00:26–0:00:33
Sag ich jetzt mal so, hallo liebe Mara, du wirst uns sicherlich gleich erzählen, wasdaraus für eine Quersumme bei rumkommt.
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Bei 104 ist schon schwierig.
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meine, man könnte sagen, vier verdoppelt ist acht plus eins ist neun, wenn man irgendwiewieder auf die Neun kommen möchte.
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Aber keine…
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gedacht, du machst eine 1 und eine 4 draus und dann ist es halt die 05.
0:00:55–0:01:00
Ja, aber also, da, es geht hier ja Zahlen und nicht im Fußball.
0:01:00–0:01:02
nee, Moment mal.
0:01:02–0:01:08
Was ich aber sagen kann ist, heute ist der 11.
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Mai, das heißt, morgen ist der 12.
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Mai, da hat nicht nur die Jasmina Geburtstag unsere liebe FRUEF-Kollegin, wir gratulierenjetzt noch nicht, weil vorab gratulieren bringt Unglück, sondern
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ist dann auch mein erster, sagt man, Hochzeitstag, wenn man geschieden ist.
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Also morgen ist es neun Jahre her, dass ich geheiratet habe und ein paar Tage, dass ichgeschieden wurde.
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Und Letzteres macht mich glaube ich deutlich glücklicher, als mich Ersteres jemals gemachthat.
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Nein, das ist jetzt ein bisschen gemein, sozusagen, aber andeutungsweise habe ich ja
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das einschließen lassen, dass die letzten anderthalb Jahre kein Walk in the Park waren,wobei ich dieses Lied jetzt ständig im Kopf habe.
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Kennst du das?
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Walk in the Park.
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Naja, und ja, das war schon ein Kapitel, das gut getan hat zu schließen.
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Und das ist jetzt das erste, was mir auffällt.
0:02:19–0:02:24
Deswegen erzähle ich es auch gerade nur, wenn ich auf Sendungsdokumenten gucke, was ichdann so sehe.
0:02:24–0:02:26
11.05., 11.05., da war doch mal was.
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ja, das war mal der Vorabend meiner Hochzeit.
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Ach krass, ja, morgens Hochzeitstag.
0:02:30–0:02:32
heißt das noch Hochzeitstag, wenn man geschieden ist?
0:02:32–0:02:33
Na ja, wie sonst soll es heißen?
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Hochzeitstag nach der Scheidung.
0:02:35–0:02:37
okay, ist mein erster Hochzeitstag nach der Scheidung.
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Prost.
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Aber wir wollen hier ja über Fußball reden und nicht über Zahlen oder meinenFamilienstand.
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Ist übrigens auch eine interessante Geschichte, Annika.
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Warum ist man eigentlich als Familienstand den Rest des Lebens geschieden?
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Wir markieren dich hier.
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Wieso bin ich nicht einfach wieder ledig, wenn interessiert ist, dass ich mal verheiratetwar?
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Ja, ja, der Staat und seine ganzen Hürden, die er um eine Scheidung herum aufbaut.
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Aber apropos Hürden und apropos an Hürden leider scheitern, reden wir doch mal über deinenLieblingsverein,
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Was ja eigentlich gar nicht lustig ist, eine Scheißwoche hinter sich hat, weswegen du aucheine Scheißwoche hinter dir hast, weswegen Dinge im Fußball der Frauen sich weiter in eine
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Richtung entwickeln, die ja auf eine Art schon sehr traurig ist, die wir hier zuletzt jaschon mehrfach begleitet haben.
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Wenn nämlich nicht noch ein Tore-Wunder geschieht.
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Im Hintergrund hört ihr den Hemingway, der sehr empört ist, dass ich ihn mit mir imArbeitszimmer eingeschlossen habe, damit er meiner
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Mitbewohnerin nicht literally die Butter von der Brezel holt.
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Ja, wo waren wir?
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Genau, also wenn nicht noch ein Tore-Wunder geschieht, dann ist die SGS Essen nächsteSaison nicht mehr unter den Erstligistinnen, sondern spielt in der zweiten Liga.
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Wir erinnern uns, glaube ich, alle noch gut daran, wie wir in der ersten Saison diesesPodcasts über diese Zauber-Saison der Essenerinnen uns gefreut haben und alle mal gesagt
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haben, wie ist das nur möglich?
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Und die Annika gesagt hat, das ist ganz einfach, ich erklär's euch.
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Jetzt erklär uns doch mal, wie ist dieser Absturz zustande gekommen?
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Ja, also ich mein, wenn man uns regelmäßig hört, dann erkennt man, glaube ich, dieAntworten oder Teile der Antworten darauf, weil das natürlich ein längerer Prozess ist
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einmal, was so die strukturellen Veränderungen im deutschen Fußball der Frauen angeht unddann andererseits aber natürlich auch, ja, so wie dann der Verein darauf reagiert oder
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vielleicht auch nicht reagiert, also wie da dann halt so die
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Entwicklung beim Verein selbst ist.
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Und ich hab jetzt auch, also ich hab über das Spiel und so den aktuellen Stand ja auch fürdie TAZ geschrieben in so einer kurzen Kolumne und hab da dann ja auch nochmal viel
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irgendwie so drüber nachgedacht und also generell auch über die Saison verteilt schon,wenn wir hier immer mal so drüber gesprochen haben, weil ich ja schon im Winter auch
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irgendwann bei mich festgelegt hatte, so von wegen so, nee, ich glaube nicht, dass sie dasnochmal schaffen und…
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Dann kam zwischendurch ja noch mal Hoffnung auf, dann mal irgendwie so ein besseresErgebnis oder ein besseres Spiel dabei war.
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Ja, es ist halt wirklich sehr, sehr schwierig.
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Ich glaube, dass sich das einfach sehr lange auch schon angekündigt hat und dass sich daja dadurch, so von verschiedenen Personen im, in und den Verein halt immer so ein
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kämpferischer Optimismus nach außen getragen wird, das ist ja sowas.
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Das findet man ja sympathisch erst mal so, ne, der Underdog-Verein, einer der letzten unddann zuletzt der letzte reine Frauenfußballverein, beziehungsweise wenn man auf Vereine
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ohne Lizenzclub-Anbindung geht, dann gehört Carl Zeiss Jena halt auch noch mit da rein.
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So, das ist dann eine sympathische Underdog-Geschichte, dieses Kämpferische, abergleichzeitig ist es schon auch so gewesen, dass es dann…
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in den vergangenen Jahren immer mal wieder so Interviews gab, Aussagen, Zitate vonTrainern, von Verantwortlichen, wo man halt sagen muss so, ja, das ist Schönrederei.
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Wenn man immer alles Kritische, was an dieser Entwicklung, die es nun mal gibt, dass dieLizenzclubs nach oben drängen und das ja nicht nur auf Deutschland bezogen die große
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Entwicklung ist, sondern hier lokal eben auch sehr verschärft.
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Du hast im Ruhrgebiet eigentlich als ernst zu nehmenden Verein in der ersten Bundesligader Frauen sehr, sehr lange nur die SGS Essen gehabt und dann eben Duisburg und dann ist
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es bei Duisburg ja auch dann mit der Zeit schon irgendwie bergab gegangen und zuletzt danneben sehr, krachend und jetzt versuchen sie halt wieder den Weg nach oben zu finden.
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Aber so ansonsten war da ja eigentlich nix so.
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Und jetzt hast du Bochum in der zweiten Liga, du hast Dortmund und Schalke, die beidenochmal so in unterschiedlichen Abstufungen, aber trotzdem beide sehr, krass eben bei
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anderen Vereinen Leute abwerben und auch nicht nur Spielerinnen abwerben, sondern ebenauch Personal.
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Ja, meine, das wäre, wenn ich da schon mal ganz kurz einhaken darf, auch eine Fragegewesen, was für eine Rolle hat das denn aus deiner Sicht auch gespielt mit dem Trainer?
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Schon eine große, würde ich sagen.
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Und gleichzeitig denke ich aber auch, dass so diese letzte Saison mit Markus Högner, alsodie Saison 2024/25, die war ja auch schon nicht gut.
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Also das war ja die Saison, um das nochmal so für alle hervorzuholen, wo es nur einenAbstiegsplatz gab und Turbine Potsdam war wirklich extrem schwach und stand halt dann ja
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auch sehr, früh eigentlich fest, dass sie halt eben runtergehen und das nicht mehrschaffen.
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Und
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Alle anderen konnten sich dann so bisschen ausruhen und trotzdem, ja, war das dann keinegute Saison.
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Also es gab viele Ergebnisse, die nicht gut waren, man hat wenig gepunktet, man hat daauch schon extrem wenig Tore geschossen, was jetzt in dieser Spielzeit halt ein
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Riesenproblem ist, also von den Gegentoren mal abgesehen, aber das viel größere Problemaus meiner Sicht ist, dass man einfach selber keine Tore schießt und hatte halt auch nicht
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wirklich eine Spielidee dafür und…
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Ich glaube, dass es, ja, wenn man jetzt mit ihm weitergemacht wäre, man vielleicht so ineinem etwas ruhigeren Fahrwasser gewesen wäre, weil man nicht diesen seltsamen Umbruch und
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diese merkwürdige Entscheidung im Sommer mit den beiden anderen Trainern gehabt hätte undvielleicht hätte man den einen oder anderen Punkt mehr auf dem Konto.
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Aber ich glaube, dass man, also da bin ich inzwischen überzeugt von, trotzdem extrem harthätte gegen den Abstieg kämpfen müssen.
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Und ich bin nicht sicher, ob man es dann mit ihm geschafft hätte oder nicht.
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Also, weil einfach so viel zusammengekommen ist.
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Es gibt Langzeitverletzungen natürlich, das ist immer so ein Pechfaktor.
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Und natürlich kann man das auf eine gewisse Weise beeinflussen, wissen wir alle, aber ja,kann man von außen immer schwer beurteilen.
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Aber letztendlich, ja, fehlte mir auch da in der letzten Saison schon, da war ich ja auch,wenn wir hier gesprochen haben, öfters mal frustriert.
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einfach so die Idee.
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Und es war nicht umsonst so, dass ich eigentlich so das Gefühl hatte, okay, ich finde dasjetzt nicht in Ordnung, dass jetzt zu Dortmund in die Regionalliga geht, aber ich glaube,
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ein neuer Impuls wäre tatsächlich gar nicht so schlecht.
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Nur die Art, wie dann dieser Impuls gelaufen ist, ist halt komplett in die Hose gegangen.
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Aber es ist dann nicht auch ein Problem, dass das halt in eine Phase gefallen ist, wo dieAnforderungen an TrainerInnen und Lizenzen eben sich verändert hat.
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weil das ist was, worüber ich jetzt gerade natürlich auch aus 05-Sicht, da reden wir jaspäter noch drüber nachdenke,
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Wir haben ja dieses Thema, wie muss die Professionalisierung eigentlich laufen?
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Wo fängt man quasi an?
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Wo will man hin?
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Was sind Voraussetzungen und was sollte vielleicht am Schluss kommen?
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Hier schon häufiger gesprochen und die Frage, ob halt, ich sag mal, dieProfessionalisierung aus allerhöchste Level zu heben, ob da der Trainerinnenposten mit der
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Pro-Lizenz der richtige Hebel ist oder ob man damit nicht eben auch wiederum Problemeschafft, weil wo sollen denn die Trainerinnen, die
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mit der Lizenz trainieren in der ersten Liga plötzlich alle herkommen, ist ja schondurchaus auch eine berechtigte,
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Ja, sicherlich.
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Also, kann ich verstehen, so die Gedanken in die Richtung.
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Ich hab da ehrlich gesagt gar nicht so die feste Meinung dazu, weil ich finde an sich dasschon, glaub ich, eigentlich gut, wenn es da höhere Ansprüche gibt.
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Ich glaube, man hätte da vielleicht einfach eine längere Übergangszeit schaffen müssen,als es die am Ende gegeben hat, weil die gab es ja, aber die war eben nicht so mega lang.
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Aber ich fand zum Beispiel auch bemerkenswert, dass die jetzige Cheftrainerin der SGS,Heleen Jaques, ist ja eine Belgierin, zwar auch lange in Deutschland gespielt hat, ja
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unter anderem auch für Turbine Potsdam, und die arbeitet halt auch gerade an ihrerPro-Lizenz und die hat sich halt initiativ beim Verein beworben, weil es die mitbekommen
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hat, dass hier
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eine Trainerin oder einen Trainer gesucht wurde noch im Winter, weil die InterimstrainerJessica Wissmann ja eben die richtige Lizenz nicht hatte, das war hier bei uns ja auch
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mehrfach Thema.
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Und das ist halt so was, ja, was einem dann ja auch gewisse Dinge schon sagt, so, ne?
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Also wenn dann der Kontakt von der einen Seite gekommen ist und eben nicht vonVereinsseite, so wie man das üblicherweise eigentlich kennt.
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Ja, was bedeutet das denn jetzt für Essen?
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Gibt es irgendwas, was man schon, also das mal festzuhalten, weil in den Medien auch vieldarüber geschrieben wird, dass Essen die letzte Chance kämpft und HSV noch zittert und so
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weiter und so weiter.
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Es bräuchte tatsächlich ein Wunder, weil die Tordifferenz ist 11 Tore schlechter als beimHSV.
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Das heißt, selbst wenn der HSV verliert und Essen gewinnt, ich
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finde dann immer, das ist dann nochmal besonders bitter, wenn es an der Tordifferenz amEnde hängt.
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Aber die 11 Tore sind in einem realistischen Szenario eigentlich nicht mehr aufzuholen.
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Also dass jetzt das eine Team, nämlich ihr 6 zu 0 gewinnt und das andere 0 zu 5 verliert.
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Also da müsste schon Weihnachten und Ostern auf deinen Geburtstag fallen und das
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also ich mein, dass der HSV gegen Bayern München hoch verliert, das ist ja sogar noch was,das man sich vorstellen kann.
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Und meinetwegen kann man sich auch einen 0 zu 5 oder 0 zu 6 vorstellen, aber die andereSeite der Medaille kann ich mir halt nicht vorstellen.
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Also das Essen gegen Freiburg gewinnt ist an sich schon schwierig und dann in eineranständigen Höhe gewinnen, dass man überhaupt in den Bereich kommt, wo man dann hoffen
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kann.
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das halte ich für sehr unwahrscheinlich.
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Also, weil es ist ja nicht nur so das Essen, wenigsten Tore geschossen hat in derBundesliga von allen Vereinen, sondern sie haben auch, das habe ich bei Fotmob
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nachgeschaut, bei den Statistiken, die zweitwenigsten Großchancen von allen Vereinen inder Liga herausgespielt und von den Vereinen, die unten im Keller drinhängen, auch noch
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die meisten Großchancen vergeben.
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Und das war halt auch so was, ja.
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Also dass man bei diesem Spiel in Nürnberg, wo ich ja auch war vor Ort, ja sehr tragischja auch beobachten konnte.
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Also einerseits so dieses, was auch sehr oft passiert ist in dieser Saison schon, dass siehalt einfach in der dritten Minute schon viel zu früh ein völlig unnötiges Gegentor sich
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direkt wieder eingefangen haben.
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dann war das in der Spielzeit jetzt ja häufig so, dass sie dich dann extrem habenverunsichern lassen eigentlich immer.
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Wenn irgendwas Negatives im Spiel ist, dann hast du schon immer gesehen,
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bei einigen Spielen so, okay, das wird heute nichts mehr.
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Also bei dem Spiel gegen Leverkusen beim letzten Heimspiel, da war das ja ganz krass.
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Da lief echt gar nichts zusammen dann mehr so.
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auch, Hut ab an Leverkusen, die waren natürlich auch einfach megagut, aber ja,gleichzeitig war diese Verunsicherung einfach so riesig.
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Und das war jetzt in Nürnberg tatsächlich mal anders.
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Ich hatte schon das Gefühl so, dass sich da einige gesagt haben, hey ...
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Also wir müssen jetzt aber, und wir müssen es versuchen, dass sie dann ja auch nach vornegespielt und sich auch Chancen erspielt haben.
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ja, also Lourdes Romero, die Torhüterin von Nürnberg, hat da einiges rausgeholt und einpaar Abschlüsse, die gingen dann halt auch einfach relativ weit am Tor vorbei.
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Also mit Chancenverwertung ist es einfach nichts.
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Und ja, war es wie gesagt ja auch in der letzten Spielzeit schon nicht.
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Hm.
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Und also wenn man jetzt mal davon ausgeht, dass das realistische Szenario das ist, dassEssen in die zweite Liga absteigt.
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Wir haben auch darüber schon häufig gesprochen im Fußball der Frauen ist die Erste und diezweite Liga.
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Also sehr fast eher genau eine zufällige Verknüpfung.
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Und jetzt stehen wir ja gerade auch noch vor der Thematik.
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Also dass das Thema FBL eben weiter angeschoben werden soll, dass es diese Ausgliederungvon der ersten Liga geben soll.
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Das heißt also da wird sicherlich die Kluft nicht kleiner ist dann auch die spannendeFrage, wie das eigentlich mit dem Essener Vertreter in der FBL ist.
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meine.
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Wenn man träumen wollen würde, dann würde man ja denken, die nehmen das vielleicht mal zumAnlass, um sich von Anfang an in der ersten und in der zweiten Liga zu verankern.
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Aber ich glaube, ehrlich gesagt, das ist eher nicht zu erwarten.
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Weiß man denn schon irgendwas darüber, wie das dann für Essen weitergeht?
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Konntest du da schon irgendwas rausfinden?
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Sind die da aktuell schon redefähig und willig oder wie sieht das aus?
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Nein, da gibt es keine Informationen, die irgendwie offiziell nach außen getragen werden.
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Also ich habe natürlich dem Verein verschiedene Fragen gestellt und habe darauf keineReaktionen bekommen für meinen Artikel und dann im weiteren Verlauf zwar eine Nachricht
0:16:56–0:17:00
darüber, aber keine Antworten auf meine Fragen, die ich da so hatte.
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Also da bin ich tatsächlich auch einfach mal sehr gespannt, wie es weitergeht, weil
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Es ist ja von außen betrachtet schon sehr viel offen.
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Also wir haben mit Jana Feldkamp eine einzige Spielerin, die vor ein paar Wochen sehr,sehr öffentlichkeitswirksam, sag ich mal, sich eben dazu ja bekannt hat, dass sie auch im
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Falle eines Abstiegs beim Verein bleiben würde.
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Sie war ja die Rückkehrerin, die im Sommer gekommen ist und wo man eigentlich sich soerhofft hatte, sie ist so die Stabilisatorin im Mittelfeld, war jetzt aber auch einfach
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extrem lange verletzt zwischendurch immer wieder.
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wo auch lange nicht so klar war, ja, was hat sie jetzt eigentlich genau, ist es irgendwasam Knie?
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Genau.
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Und ansonsten ist nicht klar, ob die Verträge der anderen Spielerinnen, sofern sie nichtauslaufen sowieso, für die zweite Bundesliga gültig sind oder nicht.
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Und ein anderes Thema ist, dass ständige Fans gerade sagen so, ja, also, ich würdeeigentlich gerne mal meine Dauerkarte verlängern, warum kann ich das denn nicht machen?
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Und da ist halt eben die Frage, in welchem Stadion würde man denn dann spielen, wenn manjetzt absteigt?
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Also kann man dann im Stadion an der Hafenstraße bleiben?
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Das ist ein städtisches Stadion, das sage ich immer dazu, weil Leute immer denken, dasgehört rot-weiß Essen, das ist aber nicht der Fall, das ist ein städtisches und man zahlt
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Miete dafür und man zahlt eben umso mehr Miete im Normalfall, je mehr von den Tribünen manöffnet für eine Partie und je mehr man davon nutzt.
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Und ja, ich denke mal, dass man da gerade in Verhandlungen ist, das weiter nutzen zukönnen, weil das ein wichtiges Aushängeschild für den Verein natürlich wäre, weil das
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einfach was anderes ist, als wenn du auf so einer anderen Bezirkssportanlage oder soinnerhalb der Stadt bist natürlich.
0:18:51–0:18:56
Also das hat ja eine ganz andere Wirkung auch für die Sponsorenlandschaft.
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Genau.
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Ja, na klar.
0:19:00–0:19:01
vielleicht weiterkommen würden.
0:19:01–0:19:05
meine, du weißt, wo du hin musstest, du weißt, wie es angebunden ist.
0:19:05–0:19:13
Das war ja bei Turbine Potsdam auch die große Frage, was gewesen wäre, wenn die noch einsweiter runtergegangen wären.
0:19:13–0:19:15
Wo landet man dann?
0:19:15–0:19:17
Gehen die Fans mit und so weiter?
0:19:17–0:19:20
Also die hätten ja glaube ich irgendwo super weit außerhalb dann spielen müssen.
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Genau, du hast einfach auch eine andere Infrastruktur natürlich.
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Und ja, das ist so was, wo ich halt auch denke, dass es einfach, ja, unglücklichgehandhabt ist.
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jetzt zum Thema Dauerkarten, also zu dem, wie das jetzt mit dem letzten Heimspiel ist, dawill ich gleich noch mal extra was zu sagen.
0:19:41–0:19:49
Aber ich hab mich jetzt auch mit mehreren Leuten so über die letzten Tage unterhalten, diehalt alle gemeint haben, ja,
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Also das hätte doch jetzt auch keinen Zacken aus der Krone gebrochen zu sagen, wir bietenschon Dauerkarten an und das ist halt der Preis in der ersten Liga, das wäre der Preis in
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der zweiten Liga und falls sich nochmal was ändert, dann macht man es irgendwie mitRückbuchungen oder so oder man sagt halt den Leuten, sie können die schon mal reservieren,
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aber gezahlt wird halt erst, wenn es feststeht oder so und ja.
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eigentlich auch total üblich, dass man sagt, du kannst deine Reservierung schon ...
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Es gibt ja auch einige Vereine, die mittlerweile tatsächlich, da musst du aktiv dieDauerkarte kündigen.
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Auch das wäre ja eine Möglichkeit gewesen.
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Oder es ist halt einfach so, dass du eine Reservierung hast und dann hast du eine, ich sagmal, Wechselfrist.
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In der kannst du theoretisch den Block wechseln, willst du sitzen oder willst du stehenoder willst du woanders hin oder was auch immer.
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Aber das wäre ja durchaus eine Möglichkeit gewesen und eigentlich auch was ...
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um die Leute eben zu halten.
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Ja, also zumal jetzt auch so aus der Emotion heraus im Moment gerade sehr viele Leute,glaube ich, bereit dazu wären, zu verlängern.
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Aber ich glaube, je länger man wartet und je mehr sich dann halt auch so ein gewisserFrust, ja, ich sag mal, so gesetzt hat, umso unwahrscheinlicher wird es dann auch.
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Also das kennt, kennt man ja auch einfach von, von anderen Vereinen in ähnlichenSituationen so.
0:21:12–0:21:13
Ja, voll.
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Und es ist total seltsam, dass sie das nicht für sich nutzen, weil es ist ja jetzt nichtso, als käme diese Situation aus dem Nichts.
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Und zu planen, auch für einen möglichen Abstieg, bedeutet ja nicht, dass man ihn hinnimmt.
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Also deswegen kann man sportlich ja trotzdem bis zur letzten Sekunde den Klassenerhaltkämpfen.
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Aber halt beim organisatorischen Drumrum eben in die Zweigleisigkeit reinzugehen, das isteigentlich ja Usus im Sport.
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Ja, also ehrlich gesagt wäre das auch irgendwie so beruhigendes Zeichen, wenn man nachaußen mal so signalisieren würde, so wir beschäftigen uns damit ernsthaft und nicht nur
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dann, wenn wir kurz Jana Feldkamp vor die Kamera halten, damit sie einmal sagt, dass siebleibt, sondern eben auch, was solche Themen angeht.
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Weil ansonsten ist gerade halt vieles auf die Bewerbung von diesem Spiel ausgerichtet, wasich vorhin schon erwähnt habe, dieses
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Heimspiel, was jetzt am kommenden Wochenende ist, gegen den SC Freiburg.
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Davon hatten wir es hier ja auch schon ein paar Mal.
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Man möchte, ja, das möglichst vollmachende Stadion an der Hafenstraße und womöglich einenRekord erreichen für das bestbesuchte Heimspiel eines selbstständigen Vereins im Fußball
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der Frauen.
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Das heißt, ja, man müsste da eben an… Ich hatte es nachge-
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Ich glaube, es war ein Spiel von Torbine Potsdam in der Champions League der Frauen, wasgerade noch so denen hält.
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In der Bundesliga weiß ich es gerade nicht.
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Aber es ist halt alles darauf ausgerichtet und da fließen jede Menge Ressourcen rein.
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auch wenn man bei einigen dieser Werbeclips denkt so, okay, das ist jetzt so billig wiemöglich, so viel Reichweite wie möglich, sind es trotzdem Ressourcen.
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bei denen ich mich dann schon frage, ob die nicht halt auch einfach in sinnvollere Dingehätten fließen können, die halt vielleicht irgendwie diesem Team dabei geholfen hätten,
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diesen, Abstiegskampf besser absolvieren zu können, so.
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Und wenn es jetzt halt einfach noch mal eine Leihspielerin für ein halbes Jahr gewesenwäre, deren Gehalt man damit vielleicht hätte finanzieren können, anstatt eine Firma zu
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bezahlen, die Clips macht, von denen manche ganz charmant sind, weil sie mit echtenMenschen erstellt wurden und ...
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da ein ganz gutes Drehbuchkonzept hintersteckt, von denen einige aber halt auch soKI-Elemente beinhalten, die einfach so was von abgrundtief peinlich sind und eigentlich
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gegen alles stehen, was sich der Verein als Image aufgebaut hat.
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Also da siehst du dann künstliche Menschenmengen mit SGS-Fähnchen vom Essener Hauptbahnhofweglaufen in diesem pissgelben Licht, was ja diese KI-Videos oft an sich haben.
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wo halt echt nur so denkst so, alter, ich glaube, ich springe gleich einfach in denReihenherne-Kanal, was macht ihr denn da?
0:24:05–0:24:07
Das geht doch nicht.
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Also ganz, ganz fürchterlich.
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Triffst du dann im Rhein-Herne-Kanal schon das Maskottchen, für das ja auch schon eineaufwändige Kampagne diese Saison gefahren wurde.
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Also ich mein, das muss man halt sagen, die Frage ist schon so ein bisschen, woraufkonzentriere ich mich und ja.
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das ist halt das, was ich vorhin meinte, so es wäre gut, diese Signale nach außen zuhaben, dass man sich ernsthaft mit der sportlichen Situation befasst.
0:24:33–0:24:45
Ja, was ich mich ja noch gefragt habe und auch das ist ein Thema, über das wir an dereinen oder anderen Stelle schon gesprochen haben in Bezug auf dich und mich und dann
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wiederum unsere jeweiligen Vereine.
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Du warst ja vor Ort, hast du schon gesagt und du hast dann hinterher auch für die TAZgeschrieben.
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Du begleitest den Verein schon länger journalistisch, aber noch länger bist du eben auchFan gewesen.
0:25:01–0:25:04
Wie trennt man das denn an so einem Tag?
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Geht das überhaupt?
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Also am Tag selber, also ich muss vielleicht ein bisschen ausholen, ich bin ja nicht alsBerufsreise zu dem Spiel gefahren.
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wenn ich das geplant hätte, dass ich am Ende dann tatsächlich auch so zeitnah über dasSpiel schreibe, dann hätte ich mich akkreditiert, so wie man das normalerweise macht und
0:25:24–0:25:24
dann…
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wäre ich, glaube ich, auch nochmal irgendwie so mit einer ganz anderen Grundhaltung dahingefahren, so.
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Aber ursprünglich geplant war diese Reise nach Nürnberg tatsächlich, Leute zu treffenauch, also liebe Grüße auch an dieser Stelle, an die Menschen in Nürnberg.
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Genau.
0:25:45–0:25:45
Ja.
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Nee, aber so war das dann so.
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Ich wusste dann vor dem Spiel schon, dass ich schreiben würde, weil ich eben Kontakt mitder Redaktion hatte von der TAZ.
0:25:55–0:26:05
Und hab mir dann aber trotzdem, also ich war ja jetzt nicht akkreditiert, sondern hattemeine Eintrittskarte, also bin ich eben ganz normal hingegangen, hab Leute getroffen und
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hab das tatsächlich jetzt einfach dann erst mal so normal auf mich wirken lassen.
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Ich hatte es natürlich emotional auch mitgenommen.
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Und ich wusste schon, dass in dem Text, den ich schreiben werde, dass dankenswerterweisejetzt keine taktische Analyse von diesem Spiel ist, wo man dann klein genau auf Dinge
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achten muss, was ich sehr, gerne mache, aber das wäre in dem Moment schwierig gewesentatsächlich.
0:26:25–0:26:32
Und ich habe dann halt eben eher auf die Sachen geachtet, die für das wichtig waren, worumes jetzt eben in diesem Artikel ging.
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Und ja, hab das jetzt einfach an dem Tag dann erst mal so alles für mich angenommen, habmir…
0:26:39–0:26:47
nachher noch meine Notizen gemacht und habe aber sehr bewusst an dem Tag gar nichtgeschrieben, weil das nicht sein musste, sondern habe dann am nächsten Tag damit
0:26:47–0:26:47
angefangen.
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Und es gibt sicherlich unterschiedliche Arten, wie man damit umgehen kann.
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Du sagst da bestimmt ja gleich auch aus deiner Sicht nochmal was dazu, aber was ich jetztfür mich so festgestellt habe, ist, dass es in den meisten Fällen für mich eigentlich gar
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nicht so...
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ja, gar nicht immer so diese riesen emotionalen Ausschläge gibt und man irgendwie soautomatisch eben einfach professionell seine Arbeit abliefert und es ist okay.
0:27:10–0:27:20
Aber bei so einem, bei so einer Besonderheit, wo es halt eben so bombs richtig zur Sachegeht und es geht richtig viel, da sieht die Sache dann anders aus.
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Und da habe ich für mich festgestellt, dass es halt erst mal nichts bringt, dieseEmotionen raushalten zu wollen aus dem, was man schreibt.
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Das heißt, ich habe dann immer eine Erstfassung, die…
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Ja, die ist halt relativ emotional, in verschiedene Richtungen, das kann dann ganzverschiedene Ausformungen annehmen.
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Es ist jetzt auch nicht so, dass es dann direkt irgendwie so der super unprofessionelleBlockrand oder so was ist, sondern es ist einfach ein anderer, ein anderer Tonfall und da
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stehen dann auch Sachen drin, von denen man denkt, okay, das ist jetzt vielleicht so was,das kann ich nicht direkt belegen, aber ich muss es jetzt trotzdem einmal aufschreiben.
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Und dann gehe ich danach halt durch und…
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hab das für mich einmal so abgehakt und dann schreib ich eine neue Version.
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Und die ist dann sehr, sehr anders und da sind dann einige Sachen nicht drin und andereSachen mehr drin.
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Aber dadurch hab ich's dann halt einmal aussortiert.
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Also es muss halt einmal irgendwo hin und dann, dann kann man's aufräumen.
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Und man kann dann ja auch im Nachhinein bei Sachen, die es nicht in den am Ende fertigenArtikel geschafft haben, sagen so…
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Das ist trotzdem was, wo ich halt nochmal ran will und halt auch professionell ran will,aber dafür muss ich mit Menschen reden, die mir Fragen beantworten, ja, damit man da
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weiterkommt, so.
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wenn ich jetzt einfach nur meine Vermutungen rausposaune, das ist dann halt keinJournalismus mehr.
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Nee, auch wenn Leute gibt, die das dafür halten.
0:28:46–0:28:58
Aber das vielleicht auch mal zu sagen, Annika wollte eigentlich eine Reise machen, bei dersie sich mit der Stadt und mit allem, was da schön ist, auseinandersetzt.
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Und als dann die Anfrage kam, hat aber ihr großes Verantwortungsbewusstsein schon auch einbisschen gegenüber diesem Verein und dem, wie berichtet wird über so eine Situation, dazu
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geführt, dass sie den kompletten Samstag
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schreibend verbracht hat, anstatt bei diesem schönen Wetter durch Nürnberg zu schlendern.
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Kann man auch mal erzählen, finde ich.
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Ja, na ja, ist jetzt so gewesen.
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Ich meine, die Stadt Nürnberg läuft jetzt zum Glück nicht weg und weil die Ergebnisse sogelaufen sind, wie sie gelaufen sind, bin ich jetzt eine gern gesehene Gästin, wurde mir
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schon gesagt.
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Also vor allem, wenn es für die Nürnbergerinnen dann vielleicht mal noch gegen andereGegnerinnen gibt, mit denen man eine Rivalität hat oder so.
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Darf ich gerne wiederkommen, hab ich gehört.
0:29:52–0:30:04
Das heißt also, wenn du nächste Saison Erstliga-Fußball sehen möchtest, dann fährst dunach Nürnberg oder vielleicht auch nach Mainz.
0:30:04–0:30:04
Ja...
0:30:04–0:30:05
Ja...
0:30:08–0:30:10
Sollen wir mal den Verein wechseln?
0:30:10–0:30:12
machen wir das doch.
0:30:12–0:30:13
Bitte, bitte.
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Es geht nämlich eigentlich ja auch weiter in dieser ganzen Geschichte mit, wie verändertsich der Fußball der Frauen, denn in der zweiten Bundesliga der Frauen stehen die ersten
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Aufsteigerinnen fest, das ist der VfB Stuttgart, denen damit ein Durchmarsch gelingt.
0:30:35–0:30:36
Die haben
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nach dem Aufstieg in die zweite Liga jetzt direkt in der ersten Saison den Aufstieg in dieerste Liga gefeiert.
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Und man muss sagen, Stuttgart ist der Verein, der das auch sehr ausdrücklich wollte.
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Die haben von Anfang an gesagt, sie planen diesen Durchmarsch.
0:30:56–0:31:04
Sie haben dafür sogar den Trainer entlassen, als sie zwischendurch mal nicht in den Top 2waren, weil zwei eben ja aufsteigen.
0:31:04–0:31:08
und haben es also jetzt am Ende geschafft.
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Das war eine sehr geplante Aktion und ich fast schon überbetone das deswegen so, weil eseinen zweiten Verein gibt, der vor dem letzten Spieltag auf Platz zwei steht und das ist
0:31:24–0:31:25
Mainz 05.
0:31:25–0:31:31
Die Stuttgarterinnen haben 57 Punkte, deswegen sind die schon fix durch.
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Mainz hat 52 Punkte und Sand hat ebenfalls 52 Punkte.
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Mainz hat aber die deutlich, deutlich bessere Tordifferenz.
0:31:39–0:31:40
Also das ist überhaupt nicht einzuholen.
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sind 16 Tore, die die Tordifferenz besser ist, also 43 zu 27.
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Und Meppen, die auch noch relativ lange da oben mitgespielt haben, sind mittlerweile aufdem vierten Platz, also
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waren sie schon vor dem Spieltag jetzt am Wochenende raus aus dem Aufstiegsrennen, habenaber eben auch relativ lange da so mitgemacht.
0:32:07–0:32:08
Jetzt...
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du Meppen gesagt hast, ist mir gerade bewusst geworden, dass ich dann in der zweitenBundesliga wieder den Meppen-Mann hören werde, der immer Meppen, genau so ruft.
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Ich weiß gerade nicht, ob ich das gut oder schlecht finde, aber naja, ich wollte estrotzdem mal erwähnt haben.
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Bitte fahre fort.
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Was, also zwei Dinge oder drei Dinge sind interessant.
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Erstens, vor dem letzten Spiel stehen zwei Vereine auf den Aufstiegsplätzen oder zweiTeams, die beide Frauenteams von einem Lizenzverein der Männer sind.
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Und es sind auch noch die beiden Vereine, die zum damaligen Zeitpunkt als Erstligisten inder Männerbundesliga Letzte und Vorletzte waren.
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die sich überhaupt diesem Thema gewidmet haben, nämlich Stuttgart vorletzte und Mainz 05tatsächlich letzte.
0:33:08–0:33:23
Und man muss auch sagen, auch wenn es jetzt mittlerweile Verantwortliche gibt bei Mainz05, die das sportlich schon ganz cool finden, also gewollt war das nicht, man muss schon
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sagen, dass dieses Team sich
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gegen alle Widerstände auch im eigenen Verein da hochgearbeitet hat.
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Und Mainz 0, ja, auf jeden Fall.
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Und Mainz 05 ist für eine Aufsteigerin total solide in die Saison gestartet.
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Dann haben sie eine Phase gehabt, die richtig genial war, wo sie auch so ihren Spielstilgefunden haben und wo sie viele, Tore geschossen haben und wo sie sich dann immer so in
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den
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Top 3, Top 4 wiedergefunden haben, wobei da die Top 4 noch deutlich näher aneinanderwaren, punktemäßig, als sie es halt jetzt sind.
0:34:01–0:34:18
Und dann habe ich mich mit Spielerinnen unterhalten vor dem letzten Spiel des Jahres, wasaber schon das erste Spiel der Rückrunde war, wo sie dann damals so gesagt haben, also
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wenn sie das Spiel gewinnen,
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das war auswärts in Sand.
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Dann sind sie eigentlich durch.
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Natürlich ist das nichts, was du dann öffentlich sagst, aber es war so dieses, dass dieSpielerinnen gesagt haben, wenn das gelingt, wenn sie in Sand das Spiel auswärts ziehen in
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dieser Phase, dann kann sie eigentlich nichts mehr stoppen.
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Und dann haben sie es aber verloren und hatten dann, ich glaube,
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Spiele am Stück, wo sie nicht gewonnen und keine Tore geschossen haben und sind dann schonauch ein ganzes Stück da rausgerutscht und dann haben sie einen totalen Lauf bekommen.
0:35:01–0:35:14
Und das hat aus meiner Sicht ganz viel mit einer Spielerin zu tun, nämlich mit Vital Kats,die, ja, also ich finde
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Wirklich, die hat eine solche Energie und du spürst bei der, dass die das möchte.
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Es fehlen ja einige Spielerinnen diese Saison schon lange verletzungsbedingt.
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Also auch zum Beispiel Heidrun Sigurdadottir, die ja Kapitänin war schon seitSchott-Zeiten, die jetzt auch, ich fand, also relativ lieblos verabschiedet wurde beim
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Heimspiel am Wochenende zusammen mit vielen, vielen anderen Spielerinnen tatsächlich.
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die teilweise auch sich aus Verletzungen, also nicht dauerhaft zurückkämpfen konnten.
0:35:49–0:36:01
Aber auch zum Beispiel Ann-Christin Schäfer, die also auch zu Schott-Zeiten schon da war,immer dann die zweite oder dritte Torhüterin war, die sicherlich ihren großen Moment hatte
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in dem DFB-Pokalspiel gegen Wolfsburg, als sie eingewechselt wurde.
0:36:06–0:36:11
Es gibt auch schon die ein oder andere Spielerin, wo man mittlerweile weiß, dass es alsoeine Vertragsverlängerung geben wird.
0:36:11–0:36:18
gibt aber auch sehr viele, wo ich glaube, dass es schon davon abhängig ist, in was füreiner Liga die nächste Saison spielen.
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Also es gibt, glaube ich, schon auch eine Handvoll Spielerinnen, die würden nicht bleiben.
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Das sind die, die den Aufstieg intern wollten und die ihn halt auch spielerischvorangetrieben haben.
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Und der Trainer, Taka, Takashi Yamashita, finde ich, macht das super.
0:36:34–0:36:37
Der ist sehr ...
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zurückhaltend in seinen öffentlichen Äußerungen.
0:36:40–0:36:50
Aber ich kann mir schon vorstellen, dass also wenn der mit den Spielerinnen arbeitet, dassdas dann auch anders klingt, ohne jetzt logischerweise dabei zu sein.
0:36:50–0:36:51
Und ich fand's krass.
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Ich meine, die haben zur Halbzeit am Sonntag gegen Ingolstadt 3-0 geführt.
0:36:58–0:37:02
Und als sie ihn dann nach dem Spiel fragen, wie er es denn fand.
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In der ersten Halbzeit ist eine Ingolstädterin relativ früh mit Rot vom Platz geflogen.
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Da man gemerkt, dass seine Spielerinnen nicht alles geben, weil sie 11 gegen 10 spielen.
0:37:15–0:37:16
Das will er so nicht sehen.
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Da haben sie in der Halbzeit ganz offen drüber gesprochen.
0:37:20–0:37:27
Und alle, die im Stadion waren, so, was für eine Halbzeit, was für wunderschöne Tore.
0:37:27–0:37:30
Also wirklich ein Tor schöner als das andere.
0:37:30–0:37:31
Aber ...
0:37:31–0:37:36
weil der so ist, wie er ist und weil dieses Team so ist, es ist, stehen sie jetzt da oben.
0:37:36–0:37:45
Und du hast es gemerkt, also auch eine Chiara Bouziane, wo man ja auch immer gesagt hat,die ist natürlich auch aus ihrer Verletzung heraus überhaupt da beim Mainz damals in der
0:37:45–0:37:47
Regionalliga gelandet.
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Ja, und eine Nadine Anstadt.
0:37:50–0:37:55
Also es gibt viele, Spielerinnen in diesem Team, die man jetzt irgendwie nennen könnte.
0:37:55–0:37:58
Aber die haben das wirklich.
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auf dem Platz geschafft.
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Also das Team und das Trainerteam, sind die, wo man sagen muss, die wollten es.
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wenn sie es jetzt schaffen sollten, ich meine, gibt jetzt viele, was auch bisschen witzigist im Umfeld des Vereins, die sich die ganze Zeit null dafür interessiert haben, was die
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Frauen machen, die dann jetzt so sagen, die spielen am letzten Spieltag gegen denTabellenletzten, damit sind sie ja quasi schon aufgestiegen, wo ich mir so denke.
0:38:24–0:38:25
Mmh.
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Fußball der Frauen wie im Fußball der Männer kann alles passieren.
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Und bevor nicht alle Spiele abgepfiffen sind, wird auch kein Aufstieg gefeiert, weil ja,es ist sehr wahrscheinlich so, wie die zuletzt aufgetreten sind, dass sie sich das nicht
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mehr nehmen lassen.
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Aber man weiß es halt auch nicht.
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Und ich meine, umgekehrt ist es so, Sand hat jetzt wirklich, also überraschend abreißenlassen.
0:38:48–0:38:52
Also die haben zum Beispiel auch gegen die Zweite von Eintracht Frankfurt verloren.
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Ja, genau.
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Also sie haben verloren gegen die Zweite von Eintracht Frankfurt.
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Die, ja, die sind jetzt, ich muss gerade mal kurz auf die Tabelle gucken, Zehnte,Punktgleich mit Potsdam, die ja auch wieder richtig da unten reingerutscht sind.
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Das heißt, lass mich mal ganz kurz rechnen.
0:39:12–0:39:15
Na gut, okay, ist eigentlich auch Bayern 2.
0:39:15–0:39:19
die Tordifferenz so viel schlechter, dass da nicht mehr wirklich was passieren kann.
0:39:19–0:39:24
Aber also, ne, die sind an einem ganz anderen Ende der Tabelle zu finden.
0:39:24–0:39:28
Sand, muss man sagen, ist offensichtlich nervös geworden.
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Und gleichzeitig, wenn die aufsteigen würden, slash aufgestiegen wären, auch noch dieFrage gewesen, ob sie die Lizenzen überhaupt bekommen.
0:39:38–0:39:41
Also, weil sie dürfen halt schon mal mit den veränderten ...
0:39:41–0:39:46
Bedingungen nicht wieder in dem Stadion spielen, in dem sie halt jetzt spielen in derersten Liga.
0:39:46–0:39:49
Ja, richtig.
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Also, das wäre halt irgendwie was gewesen, wo sie vielleicht in den Auswahlstadion hättengehen müssen, weil das nicht genau, nicht finanzierbar gewesen wäre.
0:39:58–0:40:07
Und es gab dann ja auch zwischenzeitlich immer Berichte, dass, ja, also wo ich michgefragt habe, ob sie das überhaupt schaffen, diese Saison zu Ende spielen, weil
0:40:07–0:40:15
offensichtlich da ja also große finanzielle Probleme auch waren, weil da so ein Investoraus der Schweiz halt
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gar nicht das Geld gezahlt hat, was er hätte zahlen sollen.
0:40:19–0:40:27
dachte, InvestorInnen sind irgendwie die Lösung im Fußball der Frauen und wir lassen jetztalle Geld seitlich reinbuttern und dann wird alles gut.
0:40:28–0:40:36
Ja, das und genau, jetzt ist also noch ein Spieltag zu spielen.
0:40:36–0:40:39
Alle Spiele finden am Sonntag 14 Uhr statt.
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Mainz muss eben auswärts in Warbeyen antreten.
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Warbeyen ist Tabellenletzte mit sechs Punkten.
0:40:46–0:40:50
Die haben dreimal unentschieden gespielt und einmal gewonnen, allerdings auswärts inIngolstadt.
0:40:50–0:40:57
Das heißt, deren großer Traum ist natürlich, sich mit dem ersten Heimsieg der Saison zuverabschieden.
0:40:57–0:41:06
Ich hoffe für meine Nerven, dass das nicht passieren wird und wir nicht irgendwie draufwarten müssen, was Sand parallel macht.
0:41:06–0:41:12
Also, weil das ist wirklich mal ein Spiel, da werde ich einfach nur Emotion.
0:41:12–0:41:13
hinfahren.
0:41:16–0:41:17
Und ...
0:41:17–0:41:21
euch auf jeden Fall die Daumen, dass ihr das schafft.
0:41:21–0:41:33
Also auch wenn, wie wir vorhin ohne Aufnahme drüber gesprochen haben, unsere Vereine dannsehr wahrscheinlich nicht in derselben Liga sich befinden werden, würde ich es dir sehr,
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sehr gönnen.
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Und Fun Fact, Träne von Warbeyen wer ist das gerade?
0:41:39–0:41:47
Thomas Gerstner, der ganze fünf Spieltage lang am Anfang der Saison der Trainer der SGSEssen war, weil Robert Augustin nicht die richtige Lizenz hat.
0:41:47–0:41:48
Ja, stimmt.
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Ich erinnere mich, dass ich kurz gestutzt habe, als die den da geholt haben.
0:41:51–0:41:56
Also auch die haben den Trainer schon gewechselt, hat aber auch nicht wirklich wasgebracht.
0:41:56–0:42:03
Und Sand vielleicht noch der Vollständigkeit halber spielt zu Hause gegen Stuttgart.
0:42:03–0:42:07
Ich glaube nicht, dass Stuttgart sich da was nachsagen lassen will.
0:42:07–0:42:12
Also ich glaube, die werden auch ordentlich nochmal auf die Tube drücken.
0:42:12–0:42:20
Vor allen Dingen können die halt auch noch 60 Punkte erreichen, was ja auch irgendwie dannnett aussieht.
0:42:20–0:42:27
Aber ja, ich bin sehr gespannt und dann gibt es tausend oder gäbe es tausend Fragen, wiedas eigentlich in Mainz weitergeht.
0:42:27–0:42:29
Wo spielen die dann?
0:42:29–0:42:34
Sind sie Erstlegistin ohne eigene Kabine?
0:42:34–0:42:35
Was passiert?
0:42:35–0:42:38
Wie viel investiert der Verein?
0:42:39–0:42:52
Ich fand's ganz spannend, dass in so einem Interviewformat Christian Heidel dann vor demletzten Spiel plötzlich gesagt hat, ja, er will da irgendwie 7000 Leute sehen und so.
0:42:52–0:42:54
Wo sollten die denn plötzlich herkommen?
0:42:54–0:42:58
Weißt du, ganze Saison machen sie überhaupt keine Werbung.
0:42:58–0:43:08
Und dann haben sie so ein Posting gehabt mit dem Phillip Tietz, also Spieler der Männer,der irgendwie sagt, ja, wir drücken euch am Wochenende die Daumen, das wird ganz toll.
0:43:08–0:43:10
Und es ist überhaupt nicht klar, worum es geht.
0:43:10–0:43:25
Also wenn man nicht gesehen hätte, dass der Post ausnahmsweise mal vom Frauenkanal und vomHauptkanal, der ja 99 % derzeit einfach der Männerkanal ist, geteilt wurde, wäre gar nicht
0:43:25–0:43:27
klar gewesen, an wen sich das eigentlich richtet.
0:43:27–0:43:34
Mich mit einem Kumpel unterhalten, der dachte auch so, ist Phillip Tietz am Wochenendekrank, weil er sagt, ich drück euch die Daumen, kann er nicht mitspielen.
0:43:34–0:43:35
man.
0:43:37–0:43:39
Ja, aber es wird spannend.
0:43:39–0:43:45
Also ich finde auch spannend die Frage, wer vom Verein wird da am Sonntag sein, von denVerantwortlichen?
0:43:45–0:43:48
Fahren die dann da auch mal nach Werbein?
0:43:48–0:43:51
Also Klebe ist das ja die Ecke.
0:43:51–0:43:55
Oder ist für die, wenn die Männer am Samstag gespielt haben, die Saison beendet?
0:43:56–0:43:57
Wie wird das für JournalistInnen?
0:43:57–0:44:07
Wenn ich in Warbeyen vor Ort sein möchte, habe ich dann trotzdem eine Chance, bei denMännern die Abschlussmedienrunde zu erleben oder findet es einfach parallel statt, was ich
0:44:07–0:44:09
ehrlich gesagt tippe?
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Fragen über Fragen.
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Ja, was mich mal sehr interessieren würde, aber das, ja, ich weiß nicht, hast du ja vorhinauch schon so als offene Frage angedeutet, ob das Stadion überhaupt, also den
0:44:23–0:44:26
Lizenzkriterien in der ersten Liga entsprechen würde.
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Hab ich mich ehrlich gesagt noch nicht mit beschäftigt.
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Da wäre jetzt auch momentan, glaube ich, noch zu früh, da irgendwelche Fragen an denVerein zu stellen aus der Erfahrung der bisherigen.
0:44:36–0:44:46
Ich hatte das ja mal vor dem Aufstieg in die zweite Liga gefragt, wie das eigentlich ist,wo sie damals noch gespielt haben bei der Schott.
0:44:46–0:44:49
Und ja, das war auch eher schwierig.
0:44:49–0:44:55
Aber was klar ist, ist, dass der Trainer dann direkt die nächste Lizenz machen müsste.
0:44:59–0:45:00
der ist schon
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So jemanden möchte man dann auch halten.
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Also sie wären sehr dumm wenn nicht, aber ich meine ich schließe nichts aus.
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Dinge, die Menschen über ihren eigenen Fußballverein sagen.
0:45:16–0:45:34
Es ist jedenfalls krass, ohne dass jetzt, also ich möchte immer gar nicht so sehr dasabreißen lassen mit dem Fußball der Männer, aber ich war ja gestern eben erst bei den
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Frauen nachmittags, 14 Uhr, früher Nachmittag und dann abends 19.30 absolut räudigeUhrzeit, wirklich.
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hab auch nicht verstanden, dass es 05-Fans gab, die sich darüber aufgeregt haben, dass dieFans von Union Berlin gegen die Anschlusszeiten protestiert haben mit Tennisbällen.
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Also, mein, wir haben auch gewitzelt.
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wegen euch kommen wir jetzt noch zehn Minuten später ins Bett.
0:45:56–0:45:57
Aber es war halt auch ein Witz.
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Also eigentlich finde ich es halt wirklich richtig.
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19.30 Uhr sonntags abends ein Auswärtsspiel mit der Distanz von Berlin und Mainz, weißtdu?
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Also ...
0:46:08–0:46:13
Es hätte auch durchaus die Möglichkeit gegeben, das zu einer früheren Uhrzeit zu machen.
0:46:13–0:46:19
Oder man terminiert halt wirklich diese letzten Spiele, erst wenn klar ist, wer nochEuropäer spielt und wer nicht.
0:46:19–0:46:22
Und meins halt eben bekanntermaßen nicht mehr.
0:46:22–0:46:24
Aber, ähm ...
0:46:24–0:46:29
ja, das Spiel hat mich deutlich weniger berührt.
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Aber bei den Frauen, das war schon ...
0:46:33–0:46:39
wie in alten Zeiten am Bruchweg stehen und aktualisieren, wie es auf dem anderen Platzist.
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Ja, aber bevor wir dazu kommen, warum das Spiel in Mainz doch noch eine gewisse Magiehatte am Sonntagabend, sprechen wir doch erstmal darüber.
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warum du zwar mit einem Bein in die zweite Klasse rutschst, in die zweite Liga, aber mitdem anderen, in die zweite Klasse.
0:47:00–0:47:03
Thank you for traveling with Deutsche Bahn.
0:47:03–0:47:10
Aber mit dem anderen Bein wiederum eine Liga höher stehst als bis gerade.
0:47:10–0:47:12
Was da los, Annika?
0:47:12–0:47:24
Ja, die Männer von Schalke sind mal wieder in die erste Bundesliga der Männer aufgestiegenund ich, also ich meine, das konnte man hier ja auch hören, ich habe nicht damit gerechnet
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vor der Saison, womit ich aber auch nicht alleine bin.
0:47:27–0:47:38
Ich fand das sehr schön, dass bei dem Spiel gegen Fortuna Düsseldorf, wo sie das dann klargemacht haben, danach ja auch Simon Terodde, der ist ja inzwischen ja…
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Experte dabei, Sky, und der war dann die ganze Zeit da so am Mikrofon und sogar der hatgesagt, er hat nichts damit gerechnet.
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Das hat mich ein bisschen beruhigt mit meiner eigenen Einschätzung.
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Ich finde, macht das tatsächlich sogar ziemlich gut.
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Jaja, also da gibt es deutlich, wie soll ich sagen, ja.
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Nee, also das war, also das habe ich auf dem Sofa erlebt, das Spiel gegen Düsseldorf unddas war sehr positiv, emotional und sehr, sehr schön natürlich, einfach das wiederzusehen,
0:48:20–0:48:23
dass sie das geschafft haben.
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Und ich habe tatsächlich auch in dieser Saison, würde ich sagen, kombiniert wahrscheinlichso viele Spiele gesehen wie in den Jahren davor zusammengerechnet, nicht von den Männern
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von Schalke, weil sich das dann
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über die Zeit irgendwie dann doch so ein bisschen so mehr wieder dahin bewegt hat.
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Ich hab die dann jetzt nicht immer alle mit hundertprozentiger Aufmerksamkeit geguckt oderso, weil ich dann manchmal parallel an irgendwas anderem rumgewurschtet hab.
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Aber ja, ich hab doch ein bisschen mehr mitbekommen so.
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Und genau, jetzt in Nürnberg hat sich das dann natürlich so ergeben, also weil das Spielder SGS war ja am Freitag und das der Schalker in Nürnberg am Samstagabend, dass ich da
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dann auch hingehen konnte.
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Und ja, das war halt, also man weiß das ja, es gibt diese Fan-Freundschaft, das wareinfach eine riesige gemeinsame Party.
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Auf dem Rasen war es vor allem eine Party für Nürnberg, weil man den Schalke-Spielern nochdie Ibiza-Party von unter der Woche sehr deutlich angemerkt hat.
0:49:23–0:49:30
Ich glaube, Edin Džeko war das, der das am Ende auch gesagt hat, dass sie daswahrscheinlich noch in den Beinen hatten.
0:49:30–0:49:30
Und ja.
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Beinen.
0:49:31–0:49:32
Warum denn in den Beinen?
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Haben die das Bier mit dem Knie getrunken?
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Keine Ahnung, das war doch, glaube ich, Klara Bühl, die irgendwann zuletzt diesen schönenVersprecher hatte von den Liedern, die sie getrunken haben und den Getränken, die sie
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gesungen haben oder so.
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Also so in die Richtung ging das wahrscheinlich.
0:49:50–0:49:53
Ja, nee, aber also…
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Es war toll, das so zu erleben.
0:49:56–0:50:05
Ich hätte mir natürlich schon gewünscht, dass ich dann auf dieser Wochenendreise zumindestmal ein Tor von einem meiner Teams bejubeln darf.
0:50:05–0:50:11
Das war mir leider nicht vergönnt.
0:50:11–0:50:14
Nee, aber es ist schon in Ordnung.
0:50:14–0:50:16
Also ich meine, für Schalke ging's jetzt ja auch nichts mehr.
0:50:16–0:50:21
Also der Aufstieg steht fest, sie sind Meister der zweiten Bundesliga.
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haben es jetzt auch alle hinten dran so dumm angestellt, dass immer noch nicht klar ist,wer mit hoch geht.
0:50:27–0:50:32
Nee, das wird noch richtig kribbelig da jetzt am Ende, auch ne...
0:50:32–0:50:39
wie bei den Männern in der ersten Liga unten, wo jetzt drei Vereine 26 Punkte haben undman sich so denkt, was denn da passiert.
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ja, ja.
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Also völlig absurde Situation eigentlich, wenn man sich das mal so genauer anguckt.
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Ja, nee, also ich fand's jetzt wirklich positiv, sehr überraschend, wie diese Saisonverlaufen ist.
0:50:53–0:51:04
Ich hatte hier ja auch durchaus so meine Probleme mit der Entscheidung pro Frank Baumann,man muss aber festhalten, dass einfach die Transfers, die der jetzt gemacht hat, also fast
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durch die Bank weg, richtig gut gegriffen haben.
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dass ja das irgendwie auch ein richtig tolles Team ist, das da über die Saison auf demPlatz stand und mich auch der Trainer einfach sehr überzeugt hat.
0:51:19–0:51:24
Also jetzt auch nicht nur als Trainer, sondern durchaus auch so auf der menschlichenSeite.
0:51:24–0:51:33
Ich meine, wir hatten da ja auch gesprochen über den einen Rassismus-Vorfall bei einemAuswärtsspiel, wo er dann da auch diese krasse Pressekonferenz
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hatte, wo er sehr gute Äußerungen getroffen hat, wie ich fand.
0:51:37–0:51:43
Also da passte schon wirklich vieles sehr, sehr gut zusammen so.
0:51:43–0:51:57
Ja, und gleichzeitig war das jetzt für mich zum ersten Mal seit 2024 bei den OlympischenSpielen das erste Mal wieder ein Besuch von einem Männerfußballspiel.
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Also da war ich ja bei einem Spiel der Franzosen tatsächlich, weil sich das zufällig soergeben hatte.
0:52:03–0:52:07
Und da war ich aber im Pressebereich und das war irgendwie dann so eine andere Nummer.
0:52:07–0:52:13
Und jetzt halt so in eine Fankurve zu gehen und alle sind schon besoffen, wenn sie daankommen und so.
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Das war ja, also das war schon so eine Challenge, wenn man das nicht mehr gewohnt ist,sich da so reinzubegeben und sich erstmal wieder da dran zu gewöhnen, was dann so das
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andere in dem Bereich dann akzeptierte Normalitätslevel von gewissen Dingen ist so.
0:52:29–0:52:39
Es war okay, also ich hatte schon meinen Spaß, es war schön, aber es war schon so was, woich dann auch im Nachhinein nochmal so drüber nachgedacht habe, ja, ich glaube, also jedes
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Wochenende oder jedes zweite Wochenende hätte ich da echt keinen Bock drauf inzwischenmehr, also gar nicht.
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Ja, das kann ich verstehen.
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Ja, also wundert jetzt glaube ich auch niemanden von den Leuten, die uns hier zuhören.
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Nein, und das ist schon schade, weil ich bin da auch durchaus bereit zu sagen, ich hab dasin der Intensität erst verstanden, als ich vor zwei Jahren selbst komplett aufgehört hab,
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Alkohol zu trinken.
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Man kann auch, auch wenn man nicht betrunken ist, aber wenn man so seine zwei, drei Biertrinkt über so einen Nachmittag beim Fußball, dann erträgt man Dinge auch anders.
0:53:22–0:53:24
Ist einfach so.
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Und ...
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Ich finde, viel so von diesen Rücksichtslosigkeiten, also auch so, ich hab ja oft Kidsdabei, wenn man sagt, kannst du die Kippe nicht genau auf dem Kind vor die Nase halten,
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dass es dann Leute designieren lässt, das Kind zu Hause, oder gehen in den Familienblockoder so.
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Also, ich hab da mich rum wirklich eine total tolle Bubble von Leuten bei uns im Block.
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Und ich bin auch nach wie vor der Meinung, dass der Großteil der Fußballfans ...
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einfach nur eine gute Zeit haben möchte, aber es gibt halt auch einfach viel über diestrenge Geslage und viel davon ist mit Alkohol assoziiert.
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also das Beispiel dafür, was ich jetzt von dem Spiel habe, ist nach dem Spiel auf demNachhauseweg, wenn ihr das vielleicht kennt, weil ihr schon mal in Nürnberg bei einem
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Spiel wart, wenn man dann zur S-Bahn geht, dann sind die Eingänge zu den Gleisen ja in soeinem Tunnel.
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Und da knubbelt sich natürlich alles, weil die Leute warten müssen, bis sie zu den Gleisenhochgelassen werden.
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Da stehen dann ja Polizei und Ordner und lassen erstmal nur so eine gewisse Menge durch.
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Und dann kommen halt von hinten immer mehr Leute.
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Und es gibt auch Leute, die einfach nur durch den Tunnel durchgehen wollen.
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Ja, und dann hatte man jetzt die Situation, dass man da die sehr betrunkenen Schalke-Fanshatte, die halt Lieder gesungen haben und dann angefangen haben, so Hüpf-Pogo-Sachen zu
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veranstalten.
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Das war für die bestimmt sehr, spaßig, aber die haben halt auf ihre Umstehenden überhauptkeine Acht gegeben und das hat
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keine halbe Minute gedauert, bis halt so eine Frau, die schon bandagierten Armen hatte,neben mir einfach komplett umgestoßen wurde.
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Die hat das nicht gesehen von hinten, dass da jemand halt da so pogo-mäßig angeflogenkommt und halt einfach volle Kanne auf den Bürgersteig draufgeknallt ist.
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Und die hatte meiner Meinung nach sehr großes Glück, dass die sich nicht noch mehr getanhat.
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Die ist dann aufgestanden und hat sich so aus den Kleidern rausgeschüttelt und das warerstmal okay.
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Aber so an sich war das keine gute Situation.
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Also da hätte auch, wer weiß, was jetzt irgendwie so passieren können, wenn da jetztirgendwie eine Panik ausgebrochen wäre oder so.
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Also das war so der eine Moment, wo ich so dachte, I don't know if I want to be here, aberalso es hat sich dann alles sehr schnell ja auch wieder runter geregelt, aber ja, also das
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sind so Momente, die hast du halt beim Fußball der Frauen dann tatsächlich einfach nicht,also weil du halt...
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selten diese Menschenmassen hast und dann halt vor allem nicht so krass alkoholisierte.
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hast du bei ganz vielen anderen Großveranstaltungen mit so vielen Menschen.
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Also das auch klar zu sagen, das ist jetzt nicht fußballspezifisch, genau, aber es isthalt ein großer Unterschied zwischen dem Fußball der Frauen und dem Fußball der Männer.
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Sollen wir mal kurz noch nach Mainz gehen?
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Ich würde sagen, das tun wir.
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Ich würde vielleicht eine Sache noch nachschieben wollen, weil ich das vorhin vergessenhabe zu sagen.
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Es ist nämlich so, dass ja auch die erste Frauen von Schalke aufgestiegen ist.
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Also die stehen fest, dass sie in der Regionalliga spielen werden.
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Und ein bisschen kurios, was sich daraus ergeben könnte, ist, dass ja
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die erste von Borussia Dortmund bekanntermaßen nicht mehr in der eigenen Hand hat, ausdieser Liga in die zweite Bundesliga rauszukommen, weil sie haben gegen Köln zwei schon
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gespielt und die haben nun mal eben zwei Punkte mehr und haben sich bis jetzt keinenAusrutscher geleistet.
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Und falls das so weitergeht, könnte es sein, dass Dortmund zwei, die sind gerade mitSchalke eins in einer Liga, auf den Aufstieg verzichten muss und dann halt die beiden
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Also Schalke und Dortmund 1 wieder in einer Liga sind und dann halt mit Alexandra Poppdieses Duell haben, was nochmal auf einem ganz anderen Level interessant werden würde,
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meiner Meinung nach.
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Deswegen wollte ich das hier mal eben noch so kurz erzählt haben, weil ich glaube, istnicht, bei vielen Leuten gerade noch nicht so auf dem Schirm.
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Genau.
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nicht, nee, genau.
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Wir vergeben heute quasi an ungewohnter Stelle einen total logischen und wichtigenKronenkranich.
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Und zwar werden wir heute euch verabschieden ohne Blitznews und dafür aber noch mit einerHandvoll Empfehlungen.
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Aber warum landen wir noch mal in Mainz und wer kriegt da einen Kronenkranich?
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keine Mainzerin an dieser Stelle, sondern wir freuen uns mit und über und Marie-LouiseEta.
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Ich habe gestern, als wir nach dem Spiel der Frauen zusammensaßen bei einer Pizza, bevorwir gewandert sind, zum Spiel der Männer gesagt, ich weiß gar nicht, was ich mir jetzt
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wünschen soll, weil natürlich möchte ich immer, dass Mainz 05 die drei Punkte holt auf deranderen Seite.
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Es ist einfach überfällig, dass Eta mit ihrer ja sehr guten Arbeit, die sie da leistet,mal ein Spiel gewinnt, weil sie es verdient hat und aber auch, und ich sag das in der
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Deutlichkeit, da mal ein paar Leute online small zu stopfen.
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Ja, und das hat sie gemacht und das war groß.
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Und ich finde auch, wenn man hinterher gesehen hat, also was es medial für ein Echohervorgekundet, da gibt es schon einige, die verstanden haben, was das bedeutet.
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vorhin auch für web.de darüber geschrieben.
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Ich ärgere mich immer, wenn Fußballerinnen tolle Spiele spielen und es dann heißt, sindtolle Vorbilder für kleine Mädchen, weil ich mir denke, eine Fußballerin kann halt ein
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Vorbild für Mädchen und für Jungs und für alle und für niemanden sein.
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Aber bei Eta jetzt ist es eben wirklich so, kleine Jungs wissen von Anfang an, dass sieauch Trainer werden können, wenn sie möchten und alle anderen wissen es halt nicht.
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und viele kleine Mädchen und junge Frauen und viele Menschen insgesamt, die sich nichtcis-männlich identifizieren oder auch tatsächlich cis-männlich und weiß sind.
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Weil das ist einfach das, was im Fußball eben momentan auf diesen Ebenen von Verantwortungnoch als Normalität vorgelebt wird.
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Das ist, kein Wunder, dass die besten Takes zu Eta
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von Kompany kommen.
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Darüber haben wir auch schon mal ansatzweise gesprochen.
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Der kann das sicherlich auf eine andere Art, aber an der einen oder anderen Stelle gutnachempfinden.
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Und ja, ich habe gestern wieder meine kleine Stadionbegleitung dabei gehabt und erst alsich ihr gesagt habe, soll ich dir mal erklären, warum das jetzt zwar scheiße ist, dass 05
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verloren hat, aber warum heute trotzdem ein guter Tag ist, sie so ...
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Weil natürlich ist mit ...
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so süß.
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das ist mit zwölf natürlich nochmal anders nervig zu verlieren.
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Aber ich hab's ihr dann erklärt und ja, man hat das auch gemerkt fand ich gestern und ichhab sehr, gerne hinterher die ganzen Online-Takes gelesen und ja, wir wissen alle, dass
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eine Frau in der Position 200 Prozent geben muss und dass der Einstieg, den sie hatte mitNiederlagen, also im ersten Spiel unglücklich zu Hause gegen Wolfsburg, dann halt
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mein gegen Rasenball, was willst du machen?
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Und dann ein Unentschieden gegen St.
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Pauli.
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Das ist jetzt nichts, worüber normalerweise Worte verloren werden würden bei jemandem, derein abstiegsbedrohtes Team übernimmt.
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Aber bei ihr halt eben schon.
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Und umso toller, dass sie jetzt den ersten Sieg in der Tasche hat.
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Und das ist wirklich ...
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ein historischer Moment und so wichtig es ist zu normalisieren, dass Frauen in diesen Jobsarbeiten.
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So wichtig ist es aber auch, diese Meilensteine hervorzuheben und ja, herzlichenGlückwunsch.
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auch von mir und wie du schon gesagt hast, ich finde, man darf das durchaus auch einfachmal feiern und genießen und so stehen lassen und ich fand das auch sehr, cool.
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Ich hab so in den letzten Wochen tatsächlich auch vor dem Sieg schon auch so aus derinternationalen, ich sag mal so Nerd-Taktikbubble durchaus einige Beiträge, also Texte,
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aber auch Videobeiträge gesehen, wo Leute halt
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genau hingeschaut haben, was sie macht, aber halt auf die Taktik.
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Und wo man dann, wo man dann an den Sachen auch schon ablesen konnte, so ja, derTurnaround, kommt wahrscheinlich auch und dann ist er jetzt halt gekommen, so.
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Das ist sehr, cool.
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Ja, genau, deswegen fliegt unser Kronenkronig nach Berlin diese Woche und jetzt haben wirnoch eine ganze Latte von Empfehlungen, bevor wir euch für diese Woche entlassen.
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Ja, genau, also einiges davon ist so in eigener Sache, was von uns beiden oder was auf derBolztribüne passiert ist, aber wir schieben voran mal ein paar Sachen, die andere tolle
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Menschen gemacht haben.
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Und zwar als allererstes Mal ein Projekt, das heißt World Cup: the Syllabus und das isteine gigantische Materialsammlung auf Englisch.
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die für eine kritische Auseinandersetzung mit Fußballweltmeisterschaften insgesamt, alsonicht nur die der Männer, sich auseinandersetzt.
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Das ist unterteilt in verschiedene Themenbereiche, also dezidiert die FIFA, Migrations,dann gibt es einen ganzen Bereich zu Protesten und Widerstand und einen zu Kunst- Kultur,
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Menschenrechte, die Stadien und noch mal zur Technologie.
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Und es gibt, wenn ihr auf diese Themenbereiche geht, immer eine kurze Einführung mitFragestellungen darunter.
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Das ist so was, das kann man für sich mitnehmen, wenn man sich durch diese ganzenLeselisten klickt oder vielleicht auch Sachen, die man in der Gruppe diskutieren kann,
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weil ich sehe das gerade sehr, häufig, dass Leute ja auch fragen, na ja, aber was kann mandenn an, ähm, vielleicht Alternativen machen, wenn man die WM nicht gucken will oder wenn
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man sie zwar gucken will, aber man will kritisch sich irgendwie beschäftigen, vielleichtauch mit seinen eigenen Kindern oder so.
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Ich glaube ...
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da werdet ihr fündig, es ist nur halt eben alles auf Englisch.
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Aber ja, sehr viel, was man sich da raussuchen kann.
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Es ist kuratiert worden von einem internationalen Team von WissenschaftlerInnen ausverschiedenen Ländern und verschiedenen Disziplinen, von Geschichte über Sport bis Gender-
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und Demokratieforschung, also richtig geiles Zeug.
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Ich selber habe mich da irgendwie erst mal einen halben Tag verloren, als ich das gefundenhabe.
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Ja.
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kann man für ganz viele Dinge auch so noch benutzen.
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Deswegen einmal hier auch eine ausführliche Empfehlung, weil man einmal, glaube ich, aucherklären muss, was das überhaupt ist.
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Sehr schön.
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Dann haben wir für euch ein Interview mit Irene Fuhrmann.
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Ihr erinnert euch ehemals Nationaltrainerin in Österreich.
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Der Anlass ist eben genau Marie-Louise Etas Verpflichtung.
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Und sie spricht über strukturelle Gleichberechtigungsthemen für Frauen im Fußballinsgesamt und sagt beispielsweise, dass Ralf Rangnicks Forderungen für den Fußball eben
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angehört und umgesetzt wurden, während sie chronisch unterbezahlt war und immer so mehroder weniger als hysterisch abgetan wurde, sehr, sehr lesenswert.
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Ja, dann ist Manchester City ja der aktuelle Verein von Deutschlands Verteidigerin RebeccaKnack und die hat tatsächlich gerade mit dem Verein den allerersten WSL-Titel gewonnen.
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Durchaus auch etwas überraschend und da hat Emma Sanders einmal alle Hintergründe überdiese Saison für die BBC zusammengestellt.
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Genau, und dann haben wir noch einen Text aus der LA Times und zwar geht es da um dasStadion in LA.
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Da drohen nämlich die Beschäftigten mit Streik, falls während der WM Eis anwesend seinsollte.
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Es geht da einerseits die Sicherheit der Mitarbeitenden, aber eben durchaus auch die derFans.
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Jawollo.
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Dann ganz frisch und neu auf der Bolztribüne hat Nina Potzel, die ihr ja alle kennt undwahrscheinlich sehr, schätzt vom Frauen.Fußball.Podcast.
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wieder ihre Sommer-Transferübersicht für uns angefangen.
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Da könnt ihr alle Liste der aktuellen ersten Liga sehen, welche Abgänge und Zugänge esgibt, aber eben auch von den Aufstiegskandidatinnen aus der zweiten Liga.
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Und die Liste wird natürlich wie immer laufend aktualisiert.
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Jetzt hat die Annika hier so eine schöne Formulierung stehen und hat sie nicht vorgelesen.
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hat nämlich geschrieben, diese Liste hat mehr Tradition als mancher Verein.
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Die Annika selber war unfassbar fleißig zuletzt und das geben wir euch auch mit in denShow Notes.
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Sie hat einmal für die Bolztribüne anlässlich des Europa Cup-Finales über SchwedensNachwuchstalent Felicia Schröder geschrieben.
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solltet ihr unbedingt lesen.
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Auch unbedingt lesen solltet ihr den Artikel über die SGS in der TAZ, der hier schonErwähnung gefunden hat, und auch in der TAZ ein Artikel zum Karriereende von Millie
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Bright.
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Jawoll.
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Aber ich bin ja nicht die Einzige, die hier fleißig ist.
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Mara ist das sowieso immer, die ganze Zeit, nicht nur zuletzt.
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Und hat unter anderem bei web.de einen sehr, wichtigen Kommentar geschrieben zurunsäglichen Haardiskussion in der Champions League der Frauen.
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Ja, was das Ganze mit Rassismus zu tun hat.
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Außerdem haben wir hier noch deine aktuelle Flutlichtanfolge mit der ParacheisschwimmerinTina Decken.
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Und ja, genau, das ist das, was wir so für euch zu Wege gebracht haben in den letztenWochen.
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Ja, genau, dann bleibt uns bei nachlassendem Tageslicht hier.
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Mit dem Regen ist es echt krass, dass es schon wieder so viel früher dunkel wird.
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Und ich habe gehört heute, als ihr noch nicht dabei wart, ich kriege jetzt auch mal eineordentliche Webcam, damit ich nicht immer so absaufe neben der Annika.
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Aber heute seht ihr uns nochmal.
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Kristallklar und ausgeleuchtet und grisellig.
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Und ich hab festgestellt, wenn ich den Kopf ungefähr so halte, hab ich so einen Kranzüberm Kopf.
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Guck mal, das war gar keine Absicht.
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Jajaja, du kleines heiligen Scheinchen.
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Diese Kamera, die Mara bekommt, ist im Übrigen von euch finanziert, von euren Spenden, dieihr uns schickt.
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Ja, ganz großes Dankeschön.
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Also, wenn ihr uns unterstützen wollt, wir haben ein wunderbares GBR-Konto, wir freuen unsüber Daueraufträge, im allergrößten Notfall gibt es auch PayPal und ansonsten helft ihr
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uns natürlich damit.
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wenn ihr unsere Folgen liked, teilt, kommentiert und so weiter.
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Ihr kennt den ganzen Kladeradatsch.
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Vielen, vielen lieben Dank, ihr Lieblingsklatere Dajis und wir hören uns in zwei Wochenwieder.
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Ah, und kommt alle zum DFB Pokalfinale am Donnerstag.
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Wir sind auf jeden Fall da.
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Tschüss!
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macht's gut, tschüss.

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